Wir haben alles und sind dennoch unglücklich?

Manchmal haben Menschen auf dem Papier alles. Und sie wissen das auch. Trotzdem fühlen sie sich unglücklich. Extrem erfolgreiche, gesünde und liebevolle Menschen können auch depressiv werden. Die Lösung kann nicht sein, noch effektiver zu werden, noch wohlhabener oder noch fitter und schöner.

 

Wie kann es sein, dass es Menschen gibt, die aufgenscheinlich nichts haben, krank, hungrig und bettelarm sind und behaupten, sie seien dabei glücklich?

 

Es gibt unzählige Bücher und Hypothesen über Glück. Wir haben die Thesen auf zwei heruntergebrochen:

 

1. Finde deine Vision

...oder dein Leitbild, deine Mission, dein Sinn im Leben. Dein "Warum?" So wie Nietzsche sagte:

 

"Wer ein WARUM zum Leben hat, erträgt fast jedes WIE."

 

Unsere Vision ist ein Mix aus unseren Werten, Prinzipien und Zielen. Wer seine Werte kennt und danach lebt, hat sehr gute Chancen glücklich zu sein.

 

Es geht darum, seine Bestimmung zu finden. Wo liegt der Schnitt aus eigener Begabung, Leidenschaft und Bedürfnissen für andere? Und letzter Punkt ist da ganz wichtig und wird von uns modernen "Ich-lingen" schnell vernachlässigt.

 

Wir sollten uns die Frage stellen: Was können wir dazu beitragen, die Welt ein klein wenig besser zu hinterlassen?" Oder: "Wie können wir das Leben für andere bereichern?" ...und zwar mit all unseren Fähigkeit und vor allem mit voller Leidenschaft. Der diesem Schnitt finden wir unsere innere Stimme, unsere Vision, unseren Pfad des Lebens. Sobald wir den gefunden haben, sollten wir alles auf "Norden ausrichten" (Stephan R. Covey, Der achte Weg) und diesen Weg folgen.

 

Die Frage ist nicht: "Was erwarten wir vom Leben?" Sondern: "Was erwartet das Leben von uns?" Mit der Einstellung geben wir Vollgas und helfen so anderen. Und unser "Nebenprodukt" ist das Gefühl von Freude und Zufriedenheit.

2. Setze die richtige Brille auf

Doch was ist, wenn wir in einer Situation sind, in der wir Gefangener sind? In der wir unseren Weg nicht gehen können? Leider passiert das sogar täglich. Sie brauchen nur morgens in einem Stau zu kommen, und es wird sehr...herausfordernd, seine Ziele zu verfolgen und nach seinen Werten zu leben.

 

Sobald wir keinen Einfluss mehr auf unsere Außenwelt haben, gibt es nur noch eine kluge Strategie: Die richtige Brille aufsetzen! Das heißt, wir gehen mit einer gelassenen Einstellung an die Sache. Und das ist hartes Training! Jeden Tag bekommen wir genügend Gelegenheiten zum üben.

 

Wenn es regnet: Prima, können wir eh nicht ändern. Dann bringt es uns nichts, sich darüber zu ärgern. Und wir bringen der Welt gerade auch keinen Nutzen. Wir haben null Einfluss auf den Regen, aber 100% Einfluss auf die Interpretation des Reizes. "Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum. Der Schlüssel zum Glück ist es, diesen Raum zu nutzen." - Stephan R. Covey

 

Kinder ärgern sich zunächst nicht über Regen. Sie ärgern sich erst darüber, wenn wir Erwachsenen es ihnen beibringen.

 

Wir können auf Komando sauer werden, wegen nichts. Später können wir darüber lachen. Wer soll uns daran hindern, nicht sofort zu lachen? Wenn wir auf Kommando stinkig werden können, dann können wir auch kontrollieren, ob wir Freude empfinden. Zwei Menschen bekommen denselben Reiz. Der eine bleibt super entspannt, während der andere die Decke hochgeht. Oft lautet die Begründung: "Ich bin halt so. So war ich schon immer." Das sind aber keine Gene. Das sind alte Muster und die können wir ablegen. Es gibt kaum etwas Schöneres zu hören, als Aussagen von Bekannte, Freunden oder Kunden: "Früher wäre ich dabei sauer geworden. Jetzt bleibe ich tiefenentspannt und lächle innerlich." Wir können alles lernen...

 

"Jede Veränderung bringt immer Gutes und Schlechtes. Die Kunst ist es, vor allem das Gute sehen."