Wenn die innere Kündigung ansteht

Laut einer Studie (2014) des Meinungsforschungsinstitutes Gallup haben 15% der Deutschen bereits innerlich gekündigt.

85 Prozent der Beschäftigen in Deutschland machen in ihre Arbeit bestenfalls "Dienst nach Vorschrift".

demotiviert...

Ein trauriges Phänomen: Der Job wird auf Sparflamme ausgeübt. Weniger Win-Win können wir uns nicht vorstellen. Wirtschaftlich ein Gau für das Unternehmen, und gesundheitlich eine Einbahnstraße für den Mitarbeiter. Der Mitarbeiter wird sehr unglücklich und demotiviert sein und sich am Feierabend "betäuben" müssen. Das Bild des Teufelskreises reicht hier nicht mehr aus. Es ist eher eine Abwärstspirale: Demotivation bedeutet schlechte Leistung, wenig Energie und kaum kaum Freude. Es bleiben nur noch die ungesunden "Kicks" am Wochenene bzw. am Feierabend: TV, Internet, Junk Food, Alkohol... Dies zieht eine schlechte Gesundheit mit sich, was wiederum mehr Ausfälle für das Unternehmen bedeutet. Der "innerlich Gekündigte" betreibt Raubbau mit seinem Immunsystem, wird unglücklicher usw...

 

Es gleicht dem Frosch, der in einem Topf Wasser sitzt. Erwärmt man den Topf ganz langsam, bleibt der Frosch sitzen...bis er kocht und stirbt. Ein Frosch, der in einen heißen Topf hüpft, springt sofort wieder heraus.

 

Wir Menschen verhalten uns oft ähnlich. Eigentlich weiß jeder, was gut für einen wäre. Aber wir machen trotzdem immer so weiter, und hoffen, dass ein Wunder passiert. Nur von alleine passiert nichts...und wir kochen langsam im Topf. Was ist die Lösung für diese schleichende Degeneration?

 

Zunächst: ehrliche Selbsterkenntnis.

 

Nächster Schritt: Mit sämtliche Betäubungen all unseren "Süchten" und Manipulationen aufhören Sogar eine Informationsdiät durchsetzen. Vier Wochen "clean" werden. Keine kleinen Stepps! Als Alkoholiker oder Raucher schafft man es auch nicht, die Dosis etwas zu reduzieren.

 

Dazu passt der Spruch vom indischen Philosophen Anthony de Mello:

 

"Spring! Man kann einen Abgrund nicht mit kleinen Hüpfern überwinden."

 

Bähm! Schnitt!

 

Allein ist das schwer, mit Freunden oder Helfern effektiver.

 

Bei dem entsprechenden Unternehmen zu kündigen oder gar auszuwandern, sind oft nicht die Lösungen. Oft haben wir dieselben Probleme bei der nächsten Stelle oder in der nächsten Stadt. Erst müssen wir uns verändern. Unsere Sichtweise, unsere Brille.

 

Statt schlechte TV Sendungen, nehmen wir lieber motivierende Informationen auf. Zum Beispiel mit Hilfe von inspirierenden TED Talks oder Büchern.

 

Dann forschen wir weiter und fragen uns: Wie kann ich meine jetztige Situation gestalten? Wie meinen Einflussbereich vergrößern? Wie kann ich meine Sichtweise, meine "Brille" auf bestimmte Dinge ändern? Was kann ich dazu beitragen, um das Leben meiner Mitmenschen zu verbessern?

 

Depressive und demotivierte Menschen haben alle etwas gemeinsames: sie sehen meist nur sich. Motiviert sind oft die, die etwas beitragen wollen.