Je stärker die Body-Mind-Verbindung, desto gesünder


Was unterscheidet uns von den Affen, Hunden und Koalas? So einiges. Aber eines haben wir, was äußerst exotisch unter uns Tieren ist:



 

Einen Simulator – den Präfontalen Cortex, damit können wir in die Zukunft reisen und in alten Geschichten schwelgen. Kein Tier kann das so gut wie wir und macht uns zum Menschen! Dieser Teil des Gehirns verschafft unser Verständnis von Zeit – was Fluch und Segen zugleich ist.

 

 

Vorteil: Wir können uns eine mögliche Zukunft vorstellen. Planen, träumen und visualisieren. Ohne diese Simulations-Maschine wären wir nie so weit gekommen. Wenn wir heute eine Entscheidung fällen, dann hoffen wir, dass wir einen Vorteil in der Zukunft davon haben.

 

 

Dieser Simulator hat allerdings seine Tücken: Zum einen sind wir noch ziemlich schlecht darin, uns unsere zukünftigen Gefühle vorzustellen. Zum anderen trennt uns der Simulator vom Hier und Jetzt – zum Teil trennt er uns sogar von unserem Körper.

 

 

Oft lesen wir, dass die neue, rasante Welt Ursache für all unsere Sorgen, Krankheiten und Probleme ist. Das glaube ich nicht. Seit Jahrtausenden beschreiben Philosophen Techniken, um im Hier und Jetzt zu verweilen. Damit wir ganz präsent sind – und dadurch gesünder zu leben. Wir könnten im Grunde über alle Übungen den Begriff „Achtsamkeit“ schreiben – oder Meditation. Der letzte Begriff ist nicht fernöstlich: Schon der Philosoph und Kaiser Marc Aurel schrieb das Buch „Meditationen“.

 

 

Die Problematik scheint also nichts Modernes zu sein. Sorgen und „unnütze“ Gedanken haben die Menschen, seitdem sie den Simulator haben. Aber wann haben uns Sorgen wirklich etwas gebracht?

 

 

Gedanken-Kino trennt uns von – uns. Von unserem Körper. Die neuen Medien verstärken diesen „natürlichen“ Vorgang nur noch mehr. Viele Krankheiten scheinen mit dieser Trennung verbunden zu sein. Man könnte frech schreiben:

 

 

Je getrennter der Mensch, desto kränker und empfindlicher ist er. Die Trennung von Körper und Geist schädigt uns – und letzteres ist eine uralte Binsenweisheit. Es gibt Kliniken, wie die von Jon Kabat-Zin, die ihre Heilungs-Erfolge nur mit der Stärkung der Körper-Geist Verbindungen begründen.

 

 

Was können wir heute konkret tun, um unsere „Body Mind“ Verbindung zu verbessern?

  • Meditation oder Achtsamkeits-Übungen
    • Sport – aber bewusst wahrnehmen, jede Wiederholung bewusst spüren
    • Yoga
    • Bewusst Atmen
    • Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen
  • Extreme
    • Kälte – Eisbäder, kalte Dusche
    • Sauna
    • Überleben – ich glaube, Extrem-Sportler fühlen sich „lebendiger“, weil sie ganz „da sein“ müssen
  • Weniger Medien, TV, News…Technik trennt uns
    • Selektive Ignoranz – Bullshit einfach mal bewusst ausblenden
    • Phasenweise das Handy ausmachen
  • Natur: Wandern, Atmen, Meer, Segeln, Wald…

 

Ich glaube nicht, dass wir nur im Hier und Jetzt leben sollten. Wir werden nie wieder Affen werden. Die Zukunft zu planen oder zielgerichtet zu träumen ist grundsätzlich ja nicht schlecht. Visualisieren kann auch sehr viel Spaß machen – UND etwas nützen.

 

 

Problematisch wird es, wenn wir in der Zukunft gefangen werden; wenn Sorgen uns beherrschen. Wenn die Dosis nicht mehr stimmt. Oder das Timing. Es gibt einfach Zeiten, da bringt es uns nichts, in die Zukunft zu fliegen.

 

 

Toll wäre es doch, wenn wir grundsätzlich verbunden mit dem Hier, Jetzt und unserem Körper sein könnten! Dann, wenn es sinnvoll ist, mit unserem Geist die Zukunft oder die Vergangenheit zu bereisen.

 

Wenn wir die Kontrolle über unsere Gedanken erlangen, ist der Simulator nicht unser Herrscher – sondern nur ein nützlicher Diener!

 

 


Diesen Artikel mit anderen Teilen:

Folgendes Video passt zum Thema:


Folgender Blog passt zum Thema:


Heiko Edsen

Speaker, Trainer und FreiLenker

 

„...ich liebe ich es, andere zu ermutigen, scheinbare Grenzen zu verschieben!“

 

mehr...