Die kalte Dusche – mehr als nur ein Immun-Boost!

Warum uns Kälte stärken kann


Ein Video zur kalten Dusche hatte ich ja schon einmal gemacht. Danach gab es einige Fragen zum Start und Sinn der kalten Dusche. Drum schreibe ich hier noch einen Nachtrag.



Fitter, schöner, gesünder - wo ist der Haken?

Die meisten von uns wehren sich gegen eine kalte Dusche – es ist einfach unangenehm! Genauer: Der Start ist etwas schmerzhaft – aber in Kürze kann sich jeder an kaltes Wasser gewöhnen. Wir brauchen nur ein paar Tricks…und viel Motivation: Was sind die Vorteile einer kalten Dusche?

 

1. Stärkung des Immunsystems – wir werden seltener krank.

 

2. Wir sind sofort wach – und könnten auf den ersten Kaffee verzichten.

 

3. Wir bekommen mehr Energie.

 

4. Stimmungs-Aufheller: Es soll sogar etwas gegen Depressionen schützen.

 

5. Haut wird gestärkt.

 

6. Fett-Reduktion

 

7. Haare werden fülliger / dichter (diesen Punkt hatte ich nicht auf dem Schirm und wurde prompt von einer Dame auf Facebook angezählt).

 

8. Wir können besser und flexibler auf plötzliche Kälte reagieren. Wenn wir mal Pech haben und die warme Dusche im Urlaub ausfällt.

 

9. Die Durchblutung wird besser und uns ist allgemein weniger kalt: Füße und Hände werden besser durchblutet.

 

10. Herz-Kreislauf-Stärkung: Die könnte im Alter ein großer Gewinn werden.

 

11. Psyche: Du wirst belastbarer und kannst mit anderen Reizen (wie z.B. Stress, Hitze…) besser umgehen.

 

Wow! Ein Vorteil davon könnte Dich schon motivieren, viel Geld auszugeben – aber die kalte Dusche kostet uns nichts! Naja,…Überwindung.

 

Wann fangen wir am besten an? Jetzt! Es ist egal, welche Temperatur das Wasser in den Rohren hat. Fang einfach an!

 

Der Trick: beginne mit Mini-Steps. Die Hardliner werden das belächeln – na und? Wir denken langfristig!

 

Beginne mit einer Dusche, so wie Du es gewohnt bist – genieß zunächst die warme oder heiße Dusche. Wenn Du zum Ende kommst, stell auf superkalt und ziehe den Duschstrahl nur über Deine Füße. Lobe Dich dafür und sei stolz auf Dich: Der erste Schritt ist getan!

 

Jetzt machst Du Dir eine Gewohnheit daraus, nach jedem Dusch- oder Bade-Vorgang kurz kaltes Wasser zu nutzen. Das schaffst Du sicher!

 

Nutze kein lauwarmes Wasser – das bringt wenig und macht keinen Spaß. Lieber richtig kalt, aber nur kurz und wenig.

 

Als nächstes steigerst Du langsam die Dosis: Jeden Tag nimmst Du eine neue Körperpartie hinzu – Waden, Oberschenkel…oder auch mal Deine Hände, Unterarme…usw.

 

Als zweitletztes nimmst Du Deinen Kopf, als letztes Oberkörper und Brust. Wir beginnen also mit Körperpartien, die weit weg vom Herzen liegen und nähern uns langsam dem wirklich spannenden Bereich.

 

So kann sich Dein Körper an die neuen Reize gewöhnen. Schritt für Mini-Schritt – je empfindsamer Du bist, desto langsamer. Noch wichtiger: Je schwächer Dein Immunsystem, desto vorsichtiger bist Du. Hast Du Herz-Probleme oder eine starke Immunschwäche, kannst Du trotzdem kalt duschen lernen – nur gehst Du viel vorsichtiger und behutsamer mit Deinem Körper um.

 

Dein Zwischenziel: Du willst am Ende Deiner heißen Dusche einmal für einige Sekunden kalt duschen – mit Deinem ganzen Körper.

 

Sobald Du Dich daran gewöhnt hast und mehr willst, steigerst Du jetzt die Dauer: 5 Sekunden…10 Sekunden…irgendwann kannst Du einige Minuten kalt duschen: Weltklasse!

 

Ein Leser fragte: „Kann ich auch mit einer warmen Dusche enden?“ Klar, kannst Du. Mach es aber nicht. Die Effekte oben werden dadurch stark vermindert. Wir machen die kalte Dusche ja nicht aus Langeweile, sondern weil wir etwas bewirken wollen. Beende Deine Dusche ultra-kalt!

 

Bringen Wechselduschen auch was? Jaaaa! Sehr viel sogar, allerdings musst Du da etwas aufpassen. Wenn Dein Kreislauf nicht der beste ist, könntest Du ohnmächtig werden. Wenn Du Dir nicht sicher bist, setzte Dich einfach hin, dann ist der Sturz nicht so tief. ;)

 

Was bringt ein Eisbad? Und wie funktioniert es?

Eis-Bäder bringen ähnlich viel wie kalte Duschen, sie sind nur extremer. Sportler lieben Eisbäder, da sie nach einer harten Sport-Einheit unsere Erholung unterstützen.

 

Wenn Du ein Eisbad ausprobieren magst, hole Dir zunächst 6 – 20 kg Eis. Werfe das Zeug in Deine Badewanne und lasse danach die Wanne mit kaltem Wasser volllaufen. Im Winter kannst Du wahrscheinlich auf das Eis verzichten – im Sommer nimmst Du richtig viel. Je mehr Eis, desto extremer und schmerzhafter wird es. Übertreibe es nicht, Du solltest auf keinen Fall frieren oder zittern. Auch hier gilt: Fange mit kurzen Einheiten an und schau erstmal, wie Dein Körper reagiert.

 

Ich glaube, dass kalte Duschen und Eisbäder einen großen positiven Effekt auf unseren Körper haben, vor allem auf die Gesundheit. Der größte Effekt scheint ein ganz anderer zu sein: Wir setzen uns bewusst einem unangenehmen Reiz aus – freiwillig. Wir verlassen bewusst unsere Komfort-Zone, indem wir etwas Unangenehmes aushalten. Und schließlich stärker werden. Das baut Muskeln auf: In unserem Geist! Wenn wir dann mal in einen Teich fallen sollten, sagen wir uns: „Wir haben schon ganz andere Sachen durchgestanden!“ Kälte kann uns vorbereiten, Stress von außen besser zu verarbeiten. Wir erweitern unsere Komfort-Zone.

 

Wir werden irgendwann fallen, einen Unfall haben, einen Schock bekommen oder einfach nur viel Stress abbekommen: Die kalte Dusche ist ein Mittel, um uns auf diesen Moment vorzubereiten.

 

Wenn Du in dieses Thema tiefer einsteigen magst, empfehle ich Dir das Video vom Ice-Man – Wim Hof.

 

Dieser Freak schwimmt 100m unter dem Eis, spaziert nur in Shorts zum Mount Everest und wird nicht mehr krank – wissenschaftlich getestet.



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