Lohnt sich das denn überhaupt?

Die Antwort ist immer Ja!


Vor einigen Jahren habe ich mir etwas angewöhnt: Wann immer in meinem Kopf die Frage auftaucht „Lohnt sich das denn überhaupt?“, antworte ich mit: „Ja!“

Dann stehe ich auf und mache das „Zweifelhafte“.

 

Naja, offen gestanden, klappt das leider nicht immer.

 



Sobald wir Momentum schaffen, wird es leichter

Das soll nicht heißen, dass sich ALLE Tätigkeiten lohnen würden – überhaupt nicht! Viele Dinge und Taten sollten wir lieber gleich lassen. Wenn wir langfristig denken und planen, lohnt es sich zu entscheiden, Dinge nicht zu tun – klar!

 

Aber: Wenn ich mich frage, ob es sich lohnt, den Müll jetzt herunterzubringen oder eine Beweglichkeits-Übung zu machen, dann frage ich nicht wirklich nach der Effektivität. Wer fragt? Mein innerer Schweinehund. Wenn ich auf dem Sofa lümmle und ich mich frage, ob ich lieber jetzt oder später eine unangenehme Mail schreiben sollte, dann gewinnt meist die Aufschieberitis.

 

Kurzfristig biegen wir uns die „Wahrheiten“ in unserem Kopf zurecht: „Och, komm, es wäre doch viel schlauer noch auf mehr Handtücher zu warten – dann lohnt sich der Gang in den Keller doch erst so richtig.“

 

Oder: „Wenn ich aufräume, dann aber richtig! Das muss sich ja auch lohnen! Und heute ist nicht mein Tag…Morgen mache ich lieber alles in einem Rutsch.“

 

Seit ich mir angewöhnt habe, bei der Frage „Lohnt sich das denn überhaupt?“ direkt mit Ja zu antworten und zumindest einen kleinen Mini-Schritt zu machen, bleiben weniger Aufgaben liegen. Jeder kleine Schritt lohnt sich! Was lohnt sich denn überhaupt nicht?

 

Eine Yoga-Meisterin sagte einmal dazu: „Versuche täglich wenigstens die Yoga-Matte auszurollen!“ In der Regel werden wir danach belohnt. Kommen wir erst einmal in Bewegung, fühlt es sich gut an!

 

Selbst wenn ich keine Lust darauf habe, z.B. diesen Blog hier zu schreiben – niemand kontrolliert mich, ich habe ja keinen Chef: Ich mache wenigstens den Rechner an und schreibe ein paar Wörter. Manchmal passiert wirklich nix und ich habe den Eindruck, dass es sich nicht gelohnt hätte. Aber meist komme ich in den Flow. Sobald wir Momentum schaffen, wird es leichter – einen ruhenden Körper in Bewegung zu bekommen ist viel schwerer!

 

Und wenn es sich doch nicht gelohnt hatte? Na, dann haben wir es wenigstens versucht. Wir wussten es vorher ja nicht. Wenn wir es versuchen, haben wir eine Chance. Wenn wir unseren inneren Schweinehund walten lassen, verschieben wir wieder auf Morgen (und haben später ein schlechtes Gewissen). Im schlimmsten Fall haben wir bei der Tat irgendetwas gelernt.

 

Lohnt es sich jetzt einen Obst-Gemüse-Saft zu trinken, auch wenn ich mich vier Wochen nur von Junkfood ernährt habe? Na, klar! Jeder noch so kleine Schritt lohnt sich!

 

Einfach machen! Mit der Einstellung - sorry, mit der Gewohnheit - fällt es uns viel leichter, unseren Schweinehund zu bändigen.

 

Manchmal denken wir einfach zu viel – und stehen uns mit scheinbar klugen Gedanken selbst im Weg. Wenn wir Enkel früher zu viel diskutierten, bevor es losging, sagte unser Opa dazu: „Das Denken soll man lieber den Pferden überlassen.“

 



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