Wie werden wir einen schlechten Glaubenssatz wieder los?

Vier Schritte um unsere alten Muster abzustreifen


Erstens: Mach Dir den Glaubenssatz bewusst!

Nimm eine Kino-Perspektive ein und visualisiere entsprechende Szenen in deinem Leben. Beobachte Dich, Dein Verhalten (Deine Reaktion auf äußere Reize) und den entsprechenden Glaubenssatz. Schreib den Glaubenssatz auf. Frage Dich:



  • Welchen Nutzen habe ich von diesem Verhalten?
  • Welchen Nutzen haben andere davon?
  • Wie schlimm wäre es, wenn ich dieses Muster behalte?

Zweitens: Ist der Glaubenssatz bzw. ist die Reaktion berechtigt? Wenn jemand zu spät kommt, könnte es ja sein, dass der andere gerade einen Unfall hatte und schwerstverletzt im Krankenhaus liegt. Wie mies würden wir uns später fühlen, wenn wir ohne irgendetwas zu wissen, gleich negativ geurteilt hätten? Allein die Vorstellung, der andere kommt nicht absichtlich zu spät, entspannt uns schon.

 

Drittens: Entscheide! Entscheide jetzt, dass mit dem negativen Glaubenssatz Schluss ist! Die alten Muster bringen dir keinen Vorteil, also löse dich davon.

 

Viertens: Tausche aus! Welche Affirmation bietest Du Deinem Unterbewusstsein an, um den alten Glaubenssatz mit einem besseren auszutauschen? Den vierten Schritt hatte ich damals (siehe letzten Blog) noch nicht einmal gemacht. Allerdings würde ich Dir diesen Schritt noch empfehlen. In meinem Fall hätte ich mein zukünftiges Verhalten noch verstärken können. Zum Beispiel mit:

  • „auch wenn mich mal jemand warten lässt, bleibe ich ruhig und voller Freude.“ oder
  • „Wenn jemand mal zu spät kommt, geschieht das versehentlich“

Es klappt nicht immer sofort, ein altes Muster loszuwerden. Es ist oft effektiver und nachhaltiger, wenn wir unserem Unterbewusstsein gleich etwas Attraktives zum Tausch anbieten.

 

Zu den Affirmationen schreibe ich lieber noch einen extra Blog.

 

Folgendes kurzes Video (4 Min) mag Dir helfen, die Zusammenhänge aus Unterbewusstsein, Glaubenssätze und Affirmationen besser zu verstehen:

Dies heißt aber nicht, dass wir alles hinnehmen und positiv sehen können oder müssen. Wenn einer Deiner Freunde z.B. immer zu spät kommt und wir dadurch Nachteile haben, dürfen wir schon unsere Grenzen aufzeigen. Aber wir müssen es nicht persönlich nehmen.

 

Es kann auch sehr geschickt sein, seine Wut oder Aggression zu nutzen. Es gibt Mitmenschen, da funktioniert empathische Kommunikation nicht so gut. In solchen Fällen kann eine emotionale Entladung richtig schlau sein. Wir sollten uns nur nie von unserer Wut oder Angst lenken lassen. Nicht die Gefühle kontrollieren uns, sondern wir lenken und nutzen unsere Gefühle.

 

Ein extremeres Beispiel wäre eine unglückliche Beziehung. Hier wissen wir erstmal nicht, ob es an uns liegt oder der Partner einfach der oder die Falsche für uns ist. Wenn es an uns liegt - bzw. an unseren limitierenden Glaubenssätzen und Mustern - tragen wir die Verantwortung und können uns ändern. Wenn der Partner aber nicht zu uns passt, können wir die Sache noch so positiv sehen. Positives Denken hat leider auch Grenzen.

 

Doch woher weiß ich, ob es an mir oder an den äußeren Umständen liegt? Woher weiß ich ob es der richtige Partner, der richtige Job, das richtige Hobby oder die richtige Stadt ist?

 

Vorschlag: Fang erst bei Dir an!

Verlasse Deine „Komm-Vor-Zone“! Beobachte Dich, verändere Deine Einstellung, löse Dich von negativen Mustern. Nimm Zweifel und Probleme als Chance war, besser zu werden.

 

Wenn es an Deiner Einstellung lag? Prima! Dann bist Du wahrscheinlich sehr froh darüber, dass Du bei Deinem geliebten Partner bleiben kannst oder Dir keinen neuen Job suchen musst.

 

Falls Du trotz innerer Veränderung immer noch das Gefühl hast, die Partnerin, die Stadt, das Hobby etc. passen nicht zu Dir, dann kannst Du ja immer noch einen Schnitt machen. In diesem Fall kannst Du Dir sagen: „Ich habe es wirklich probiert!“

 

Und ganz „nebenbei“ konntest Du wachsen. So oder so, der Prozess hat Deinen Charakter geschult und Dich stärker gemacht. Mit dieser Strategie gewinnst Du langfristig ziemlich sicher. Du gewinnst auf jeden Fall die Gewissheit, am Ende das richtige getan zu haben.

 

Leider wählen viele modernen Menschen andere Strategien, um mit akuten Problemen fertig zu werden. Folgende „Lösungswege“ werden oft genutzt, da sie kurzfristig gesehen leichter erscheinen:

 

1. „Ich mach erst einmal gar nichts und verschiebe das Problem. Um zu verdrängen, betäube ich mich mit Essen, TV und Konsum. Das mache ich so lange bis ein „Wunder“ geschieht.“

 

Leider passieren von allein recht selten Wunder.

 

2. „Bei den ersten Anzeichen von Unannehmlichkeiten werfe ich das Handtuch. Angst, Stress und Schmerzen vermeide ich um jeden Preis.“

 

Es gibt Menschen, die ständig einen neuen Job suchen, sich immer über ihre Chefs oder Kollegen beschweren und ihre Lebenspartner wechseln wie frische Socken. Dabei tragen immer die „anderen“ die Verantwortung.

 

Die Strategien „gar nichts tun und sich betäuben“ und „aufgeben, sobald es Widerstand gibt“ helfen uns kaum, auf Dauer eine tolle Lebensqualität zu bekommen.

 

Lass uns erst bei uns anfangen - wir gewinnen so oder so!



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