Früher wäre ich sauer geworden...

Jetzt bleibe ich tiefenentspannt und lächle innerlich


Du kennst das: Zwei Menschen bekommen denselben Reiz. Der eine bleibt super entspannt, während der andere die Decke hochgeht. Oft lautet die Begründung: "Ich bin halt so. So war ich schon immer." Das ist aber nicht genetisch festgeschrieben. Das sind alte Muster und die können wir ablegen.

 



Es gibt kaum etwas Schöneres als Aussagen von Bekannten, Freunden oder Teilnehmern zu hören wie z.B.:

 

"Früher wäre ich sehr sauer geworden. Jetzt bleibe ich locker und entspanne mich einfach."

 

Meist stellen wir uns den Zusammenhang zwischen Reiz und Reaktion so vor:

Bei diesem Paradigma gehen wir davon aus, dass nach einem bestimmten Reiz sofort die entsprechende Reaktion folgen muss. Aber diese Vorstellung käme eher einem Reflex nach. So wie das vorschnellende Schienbein, wenn der Arzt mit einem Hämmerchen auf unser Knie klopft.

 

Beispiel: Ein Reiz könnte hier eine rote Ampel sein. Die Reaktion: Wir fühlen uns noch gestresster (da wir eh schon Zeitdruck hatten) und verdrehen die Augen…oder fluchen.

 

Ein anderes Beispiel für einen Reiz wäre: Wir verschütten unser Getränk und bekommen einen Fleck auf unser Hemd. Reaktion: „Schei…! Gerade jetzt!“

Wir ärgern uns, fluchen, Zornes-Röte steigt in unseren Kopf und hastig versuchen wir den Schaden zu minimieren. Eine Steigerung davon wäre noch auf andere sauer zu sein: „Ich habe dir doch gesagt, ich wollte nichts trinken!!!“

 

Folgender weiser Spruch gibt uns mehr Macht, und somit auch mehr Verantwortung:

"Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum. Der Schlüssel zum Glück ist es, diesen Raum zu nutzen."

Tatsächlich haben wir immer eine Wahl. Es hilft uns sehr, sich den Zusammenhang eher so vorzustellen:

Wir haben null Einfluss auf den Regen, aber 100% Einfluss auf die Interpretation des Reizes.

Vergleichen wir da noch einmal mit den konditionierten Pawlowschen‘ Hunden. Eine Glocke ertönte und die „trainierten“ Hunde fingen an zu sabbern. So ein Verhalten kann wieder um-konditioniert werden. Und auch wir können unser Gehirn umprogrammieren. Die Kunst des Lebens ist es, den Raum zwischen Reiz und Reaktion klug zu nutzen.

 

„…am Ende bleibt uns immer die Freiheit, uns so oder so zu entscheiden.“

 

Viktor Frankl

 

Wir sind keine Sklaven unserer alten Verhaltensmuster.

 

Die klügste Vorstellung ist wahrscheinlich die folgende:

Wir haben immer die Wahl, wie wir den Reiz interpretieren. Und wie wir auf den Reiz reagieren.

 

In unseren Beispielen könnten wir in Zukunft auch anders reagieren. Wenn wir uns mit Saft bekleckern, dürfen wir auch lachen. Es ist doch eh geschehen. Es bringt doch nichts, sich darüber zu beschweren. Am besten machen wir einen Scherz und lösen entspannt das Problem. Und bei der den alltäglichen roten Ampeln, Verkehrstaus und trantütigen Fahrern?



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