Trainiere den Muskel der Achtsamkeit

Nimm Deinen Atem wahr - sonst nichts!


Genau in dem Moment, wenn wir zum Anker zurückkehren, trainieren wir unsere Achtsamkeit. Wir trainieren so unseren Geist. Es ist vergleichbar mit einer Bizeps-Übung mit Hanteln, wenn wir unsere Arm-Kraft trainieren. Darum geht es in erster Linie!



Der Vergleich kommt von Chade-Meng Tan - Der Entwickler des „Search Inside Yourself“-Programmes von Google.

 

Eine Meditations-CD, die uns anleitet, ist toll! Sie hilft uns, ruhiger zu werden und Stress loszulassen - aber so richtig trainieren wir damit nicht. Zumindest stärken wir nur wenig unseren Achtsamkeits-Muskel.

 

Du kannst Dir das so vorstellen: Wenn Du ins Fitness-Studio gehst und Deine Muskeln an geführten Geräten trainierst, wirst Du etwas stärker. Das Training ist schon ganz gut. Aber es kann sein, dass Du beim nächsten Umzug wenig Nutzen verspürst. Die Geräte sind zu speziell und helfen Deinem Körper zu sehr bei der Ausführung. Die gewonnene Kraft ist für den Alltag kaum übertragbar.

 

Wenn Du wirklich fit und stark werden willst, dann brauchst Du Übungen, die die Bewegung nicht führen bzw. unterstützen. Spannend sind Hanteln und freie Übungen, bei denen Dein Körper ausgleichen muss! Die reale Welt ist ebenfalls kaum geführt. Mit so einem Training kannst Du Dich viel effektiver für den Alltag rüsten.

 

Genauso ist das bei der Meditation: Du trainierst aktiv Deinen Geist genau dann, wenn Du es schaffst, Deine Gedanken zunächst loszulassen, um wieder den Anker wahrzunehmen. Du kannst alles im Alltag bewusst wahrnehmen, wenn es Dir gelingt, eine Minute auf so etwas Langweiligem wie Deinen Atem zu achten. In der Regel ist alles andere spannender als Dein Atem – und somit leichter. Meditation entspannt uns kurzfristig und trainiert unseren Achtsamkeits-Muskel

langfristig! Nutze daher nur am Anfang eine Meditations-CD bzw. App.

 

Ich habe dazu einmal ein 3-Minuten-Video aufgenommen.

Muss ich im Lotus-Sitz sitzen? Brauche ich ein Sitzkissen?

Nein, brauchst Du nicht. Aufrecht sitzen hat viele Vorteile, aber es ist nicht notwendig. Wichtig ist:

  • Du bist wach genug, um nicht einzuschlafen.
  • Dein Körper bekommt nicht zu viele Informationen

Theoretisch könntest Du beim Spazieren meditieren – es

sei denn, Du musst auf Deine Umwelt achten, weil sie neu ist. Du könntest auch liegen – sofern Du nicht einnickst.

 

Einschlafen an sich wäre nicht schlimm, allerdings trainierst Du dann nicht. Sei aber nicht wütend auf Dich, wenn Du mal einschlafen solltest. Immerhin hast Du Dich entspannt. Falls Du ständig einschlafen solltest, ändere Deine Sitzposition. Bringe etwas mehr Spannung in Deinen

Körper; zum Beispiel, indem Du Dich aufrecht hinsetzt.

Muss ich die Augen schließen?

Nein, nicht unbedingt. Geschlossene Augen haben einen großen

Vorteil: Du bekommst einfach weniger Informationen. Wenn Du magst, kannst Du Deine Augen auch geöffnet lassen. Schau entspannt auf einen ruhigen Punkt.

 

Du könntest auch auf das Meer schauen, außer Du beobachtest dabei Surfer. Dann gäbe es wieder zu viele Reize von außen.



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Am Ende der Woche folgt der letzte Teil zur Meditation:

Denken bei der Meditation ist normal - wie Allergien

 

 

 

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