How To Become A "Schlumpf"?

Wie unsere Laster uns gefangen nehmen:


Es ist eine Sache, wenn Du Dir eine neue Gewohnheit aneignen magst - schlechte Angewohnheiten loszuwerden ist schwerer. Möglich ist es...



Fingernägel kauen, Rauchen oder jeden Abend eine Flasche Wein trinken empfinden die meisten von uns als ungünstige Gewohnheiten, da wir uns auf Dauer mehr schaden als nutzen. Das sind klassische negative Gewohnheiten.

 

Tatsächlich haben wir viel mehr ungünstige Angewohnheiten, als uns lieb ist. Eine Liste der Kandidaten:

 

Schlechte Angewohnheit

Nachteile

Wenn wir uns gestresst fühlen, uns mit Süßem belohnen

Hohes Gewicht, schlechte Fitness, Krankheiten

Wenn wir das Schild „70% reduziert“ lesen, in den Shop zu gehen

Geldverschwendung

Wenn ein Mensch eine unserer Regeln bricht,  aus der Haut fahren

Verletzung unserer Mitmenschen, Wut, Risiko Verbindungen zu verlieren/ zu schwächen

Wenn wir jeden Abend spät Fernsehen und dabei eine Pizza verdrücken

Energieverlust, schlechter Schlaf, Fettleibigkeit, mangelnde Fitness

Meckern, wenn jemand den Raum betritt

Negative Energie, Zeitverschwendung, wenig Freude/Freunde

Lästern, wenn jemand den Raum verlässt

Mangelnde Integrität, Vertrauensverlust, Respektsverlust

Bei Kleinigkeiten stöhnen und die Augen verdrehen

Mangelnde Lebensfreude, weniger Respekt bei seinen Mitmenschen

 


Viele der Beispiele machen Spaß und stellen kein Problem dar, wenn die "Aktion" hier und da passiert. Aber die Dosis macht das Gift. Problematisch wird es, wenn sie zu Gewohnheiten werden.

 

Am Ende muss ich einen Preis zahlen - dann nämlich, wenn es für mich normal wird, jeden Tag Süßes zu verschlingen, viele Stunden fernzusehen und dabei Chips zu essen. Einen Preis zahlen wir so oder so. Bei schlechten Ernährungs-Gewohnheiten zahlen wir meist mit unserer Gesundheit. Wenn wir uns Lästern, Fluchen oder Meckern zur Gewohnheit machen, leidet unser Charakter.

 

Auf Dauer verschlechtert sich sogar unsere Lebensqualität. Leider können wir alte Gewohnheiten nicht einfach löschen.

 

Schon gute Abläufe bleiben hartnäckig: Wenn Du viele Jahre kein Rad gefahren bist, kannst Du trotzdem direkt wieder aufsteigen. Vielleicht bist Du ein wenig schlechter, aber Du hast die Abläufe nicht verlernt.

Die neuronalen Pfade bleiben; oder besser - die Autobahnen in Deinem Gehirn bleiben bestehen. Sie verstauben ein wenig mit der Zeit, wenn wir sie nicht regelmäßig nutzen. Eine neuronale Autobahn löst sich leider nicht in Luft auf - oder zum Glück nicht.

 

Oft berichten ehemalige Raucher (oder Fingernägel-Kauer

oder…), wie sie 10 Jahre lang „lasterfrei“ sein konnten. Doch dann passiert etwas sehr Stressiges, wie z.B. ein Trauma:

 

„Als wir im Krankenhaus waren und meine Mutter diesen schrecklichen Unfall hatte, war ich völlig fertig. Ich ging an den Zigarettenautomaten und wollte mich beruhigen. Leider bin ich seitdem wieder Raucher.“

 

Wir rauchen dann nicht eine oder zwei und hören dann wieder

auf. Oft rutschen wir direkt wieder in das alte Muster. Schlechte Angewohnheiten liegen auf der Lauer und warten nur auf den richtigen Auslöser-Reiz.

 

Darum fällt es uns so schwer, alte Laster abzulegen. Mit purer Willenskraft schaffen es die wenigsten, da wir immer wieder in

Krisensituationen geraten. Oft reicht es aus, dass wir einfach nur müde oder in einem anderen schlechten Zustand sind und dann nicht mehr entscheiden können.

 

Die Krisensituation wird irgendwann kommen. In einen schlechten Zustand kommt der moderne Homo-Sapiens fast täglich. Wenn wir nicht mehr die Kraft haben zu entscheiden, übernimmt unser Autopilot die Kontrolle.

  • Welche Angewohnheit hat sich bei Dir eingeschlichen, die Du für ungünstig bewertest?
  • Was würde passieren, wenn Du die Angewohnheit behältst?
  • Was geschähe, wenn Du sie ablegen könntest?



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